Samstag, 28. Februar 2015

5 Jahre

Vor genau 5 Jahren bin ich hier angekommen und habe angefangen diesen Blog zu schreiben.
Fast 100 Einträge sind mittlerweile zusammen gekommen.
Mittlerweile muss ich oft die Suchfunktion verwenden, weil ich nicht mehr weiß ob ich eine Anekdote schon geschrieben habe oder nicht. Manchmal muss ich mehrfach suchen: "Das habe ich doch bestimmt schon erzählt!?". Habe ich aber nicht. Oder doch.

Jedenfalls nehme ich mir jetzt vor ab und zu mal die alten Einträge wieder zu lesen und Ergänzungen zu schreiben. Nach 5 Jahren weiß man immer mehr.... oder auch nicht.



Das älteste Photo das ich in meinem Ordner finden konnte:
Campus spiegelt sich in der Glas-Fassade meines Wohnhauses.
2 1/2 Jahre später werde ich mal wieder in eines der Wohnheime ziehen, die sich da oben spiegeln.


Mein erstes Treffen in Japan war mit einem Drogen-Spürhund, mein zweites mit einem Zollbeamten.
Seit dem wurde mir kein zweites Mal das Gepäck gefilzt - egal wie oft ich aus welchem Land (zurück) kam. Scheinbar ist das also doch eher die Ausnahme. Einmal habe ich beim Zoll sogar wahrheitsgemäß angegeben zu viel Bier dabei zu haben. Also: mehr Bier als erlaubt, meine ich. Zu viel Bier kann man gar nicht haben. Jedenfalls hat die Dame vom Zoll nur gelächelt, gefragt wie viel zu viel, und dann gesagt, dass das schon in Ordnung sei. Das ist das einzige mal, dass hier mal jemand in Uniform Fünfe gerade hat sein lassen.

Import bleibt aber weiter ein Problem, vor allem von Fleisch- und Wurstwaren. Da drücken sie nämlich kein Auge zu. Einmal kam ein Brief an, der sagte, dass er eigentlich ein Päckchen hätte sein sollen. Aber das Päckchen enthielt eine Debreziner [sic!], und wurde deswegen vom Zoll als Geisel genommen bis die Wurst-Situation geklärt war. Der Brief sollte mich nun fragen ob ich Wurstwarenfachverkäuferin Fleischwaren-Importeur wäre und entsprechende Dokumente ob der Unbedenklichkeit der Wurst vorweisen könnte. Das konnte ich nicht. Also fragte mich der Brief weiter was mir lieber wäre: dass das Päckchen zurück zum Absender geschickt wird, oder das die Wurst herausgenommen und vernichtet wird. Ich entschied mich für letzteres und hoffte insgeheim, dass die Herren Zollbeamten die Debreziner selber gegessen haben statt sie zu verbrennen. Im Japanischen: "mottainai", was eine Kombination aus "Verschwendung" und "schade d'rum" ist.


Der selbe Campus fast fünf Jahre später - nicht viel anders, dafür kalt.

Samstag, 21. Februar 2015

Mein Leben als Ausländer

Ziemlich genau zwei Jahre hatte es gedauert. Ziemlich genau zwei Jahre nachdem ich Deutschland verlassen hatte wurde ich endlich zum ersten mal diskriminiert. Also so richtig schön als Ausländer diskriminiert. So wie ich in Deutschland auch diskriminiert wurde. Und das kam so:
Das Blutspende-Mobil (ja, das gibt's hier auch) kam zum Campus.
Super, da geh ich doch gleich zum Aderlass!
Der nette Mann vom Blutspendedienst fragt mich woher ich komme. Deutschland, sage ich wahrheitsgemäß, weil: naja, lügen bringt bei meiner Nase nix mehr.
Es kommt wie's kommen muss: der arme Kerl ist ganz peinlich berührt, muss mir aber sagen, dass sie kein Deutsches Blut nehmen (wenn dass der Adi wüsste!).
Ich bin nicht überrascht, sage das sei schon so okay und mache mich ans gehen.
Dem ist das aber so peinlich, dass er mir nachläuft und mir zum Trost wenigstens eine Limonade geben will (die Limos sind für die Spender als Stärkung gedacht). Ich lehne ab, versichere ihm, dass das schon in Ordnung ist und Entschuldige mich für die peinliche Situation.
War ja schließlich nicht das erste mal, dass der Blutspendedienst mich weg geschickt hat. Ist mir in Deutschland auch schon passiert. Damals war die Begründung, dass meine (damalige) Freundin Chinesin war. Warum das schlecht für mein Blut ist, haben sie mir nicht gesagt. Ich glaube der Medizinische Fachausdruck ist "Rassenschande". Oder vielleicht haben die befürchtet, dass ich "Gelbfieber" habe. Könnte ja ansteckend sein: der arme Kerl kriegt nach 'nem Unfall ne Transfusion, wacht auf und bucht sofort seinen nächsten Urlaub in Thailand...




Jedenfalls höre ich immer viel mehr über die Diskriminierung von Ausländern in Japan als ich sehe. Vor allem viele Weiße sind regelrecht besessen davon, diskriminiert zu werden. Okay, ist ja auch voll die seltene Gelegenheit als Weißer. Manche gehen so weit und definieren "angesprochen werden" als "Belästigung" um mehr abzubekommen.
Das Schlagwort ist "Hero-Hara" - der unerträgliche Zustand von Japanern auf Englisch angesprochen zu werden, meist weil die ihr Englisch üben wollen. Der Begriff setzt sich zusammen aus "Hello" (wir erinnern uns, Japaner haben's nicht so mit dem R/L) und "Harassment", was im Japanischen für alle Arten von unschönen Drangsalierereien verwendet wird. (Allen voran "Seku-Hara", die sexuelle Belästigung).
Jetzt muss ich sagen, dass das durchaus nervig sein kann, vor allem wenn die Japaner schon angetrunken sind. Andererseits fällt es mir schwer mich belästigt zu fühlen davon, dass jemand nett zu mir ist. Und ganz unrecht hat er ja nicht: 90% der Weißen hier würden ihn auf Japanisch ohnehin nicht verstehen.
Eine Freundin schwört auch, dass sich Leute im Zug nicht gerne neben sie setzen. Wie man sich über mehr Platz im Zug aufregen kann verstehe ich auch nicht.
Überhaupt finde ich es schön zu sehen über welche Kleinigkeiten sich Leute aufregen können, in deren Heimatland Leute für ihre Hautfarbe verprügelt werden.



Die U-Bahnen in Osaka zeigen Infos nicht nur auf Japanisch an, sondern auch auf English, Chinesisch und Koreanisch. Chinesen und Koreaner sind die größten Einwanderer-Gruppen. Quiz: In welcher Deutschen Stadt spricht die U-Bahn Türkisch und Polnisch?


Natürlich gibt es aber auch richtige Diskriminierung. In manche Etablissements kommt man wohl als Ausländer nicht oder nur schwer rein. Ich habe aber länger als 2 Jahre gebraucht sowas zu finden. Dann, auf Okinawa, fanden wir tatsächlich einen Nachtclub der keine Ausländer wollte. Den haben wir auch nur gefunden, weil unser Taxifahrer den empfohlen hat (Scherzkeks, was?), sonst hätten wir die Tür in der Hintergasse auch gar nicht gefunden. Wir sind dann zu einem anderen Club gegangen, der uns auch gleich rein gelassen hat. Dort ist uns dann auch aufgefallen warum wohl manche Etablissements auf Okinawa vorsichtig sind. Wir erinnern uns: auf Okinawa ist diese große US-Militärbasis. Sie können sich vorstellen wie's da zuging - so ganz ohne Vorurteile jetzt.




In Osaka haben wir das Problem nicht. Im Gegenteil: ich kenne sogar zwei Clubs wo man als Ausländer kostenlos rein kommt.Nochmal zum mitschreiben: diese Clubs werben explizit damit damit, dass Ausländer keinen Eintritt zahlen müssen. Solche Anti-Diskriminierung macht andere Kleinigkeiten dann auch wieder wett, oder?

Ich will jetzt nicht behaupten hier gäbe es gar keinen Fremdenhass, keine Vorurteile, keine unterschwelligen Diskriminierungen. Aber im Internationalen Vergleich schneidet Japan doch recht gut ab.
Okay, Ich bin ja auch voreingenommen, weil die mich dafür bezahlen dass ich hier kostenlos studieren darf... ähm...

Sonntag, 8. Februar 2015

Sauber

Deutschen wird da oft ein Reinlichkeitsfimmel vorgeworfen, und die Japaner als die "Deutschen Asiens" bezeichnet. Brüderlichkeit am Staubsauger also. Daher bitte nicht wundern wenn die folgende Geschichte mal ganz ohne Sarkasmus sondern mit aufrichtiger Bewunderung daher kommt.




Nachts im Zug. Mir gegenüber sitzt eine Frau mittleren Alters und trinkt ihr Feierabend Bier. (Asahi natürlich). In einem unachtsamen Moment stößt sie die Dose um und etwas Bier ergießt sich über den Boden. Der Kontrast mit dem Bier verdeutlicht wie sauber der Boden vorher war, ohne dass es jemand wahrgenommen hätte. Die Frau entschuldigt sich bei den anderen Fahrgästen - außer mir sind dass nur ein paar Schulbuben. Anders als die Gymnasiasten die Sie sonst so in der S-Bahn sehen tragen diese hier Schuluniformen und machen wirklich einen so sauberen Eindruck, dass man sich bei ihnen für verschüttetes Bier entschuldigen muss. (Nicht umgekehrt!)

Die Frau hat keine Taschentücher dabei um der kleinen Bier-Flut Herr zu werden. Aber das braucht es auch gar nicht. Binnen einer Minute ist ein Schaffner zur Stelle: adrette blaue Uniform, weiße Stoffhandschuhe, einen weißen Lappen. Unter gegenseitigen Entschuldigungen versucht der die Lache aufzutupfen. Allerdings ist das Bier mittlerweile so trocken wie der Lappen, und der gute Mann kommt nicht recht voran.

Beim nächsten Bahnhof springen dann zwei neue Männer auf den Zug auf: selbe blaue Uniform, die selben weißen Handschuhe, diesmal mit Wischmop und Eimer bewaffnet. Die müssen also vorab verständigt worden sein. Blitzschnell machen sie sich an die Arbeit. Unter reichlichen Entschuldigungen von allen Seiten wischen sie den Bier-Fleck weg und eilen sofort wieder zur nächsten Tür heraus, damit der Zug ja keine Verspätung kriegt.

Nachts im Zug. Für nicht mal 5 Minuten war der Zug mal nicht ganz sauber. Aber davon merkt man jetzt nix mehr...




Einmal im Jahr müssen wir den Campus putzen. Also wirklich putzen tun wir eigentlich nicht. Das hat mehr zeremonielle Gründe. Wir kratzen zwei Stunden lang Moos zwischen den Pflastersteinen raus und kehren etwas Laub weg. Danach gibt es immer eine kleine Grillparty, bei der mehr Dreck gemacht wird als wir vorher sauber gemacht haben.

Aber daum gehts auch gar nicht.Es geht darum den Geist wach zuhalten. Wissen schon: "Speerspitze der Forschung"... ach, das Andere:
Japanische Schulkinder müssen bereits durch putzen ihrer Schule lernen Verantwortung für ihre Umgebung zu übernehmen. Und im Gegensatz zum "Tafeldienst" (hat uns ja größte Probleme bereitet, damals, 'mal die 6m² Tafel zu wischen) kommt das sogar ziemlich gut an.

So gut dass ich vor einiger Zeit mal bei einer "Clean-Up-Party". Da sind wir also durch einen eher unansehnlichen Stadtteil gelaufen und haben dort Müll aufgesammelt. Da haben überraschend viele Leute teilgenommen. Obwohl es geregnet hat und man "Eintritt" zahlen musste (Unkosten für bereitgestellte Getränke etc.). Das ganze war als "International Exchange Event" aufgezogen, also sehen die Japaner "putzen" durchaus als ein Kulturgut, dass sie gerne vorzeigen und exportieren würden.




Neben meiner Tätigkeit als Code-Monkey Forscher Laborausstattung bin ich auch im Kaffee-Dienst. Sprich: ich warte und reinige die neue Kaffee-Maschine die die Professoren für viel Geld angeschafft haben. Wie das so bei teuren Kaffee-Vollautomaten ist, hängt da ein ganzes Buch an Reinigungs-Anweisungen dran. Bei uns sogar zwei: einmal auf Englisch und einmal auf Japanisch. Der Clue: in der Japanischen Version sind für dieselben Arbeiten alle Zeitabstände stark verkürzt: was man im original monatlich machen soll, wollen die Japaner wöchentlich gereinigt wissen, wöchentliche Arbeiten sollen täglich verrichtet werden.

Okay: wir haben auch den verdacht, dass sich die Japanische Version an der gewerblichen Verwendung der Maschine orientiert. (Weil: wer kauft sich hier schon einen Kaffee-Vollautomaten für Zuhause?). Andererseits haben sie sogar das Intervall für die Entkalkung stark beschleunigt. Dabei sind die Berge hier nicht aus Kalk und das Wasser so weich dass nach drei Jahren Tee kochen mein Wasserkocher immer noch wie neu aussieht.

Wir konnten den Professor dann davon überzeugen, die Englische Anleitung zu verwenden. Nicht zuletzt weil die Reinigungsutensilien nicht gerade billig sind. Wundert mich gar nicht: wer in Japan Entkalkungsmittel verkauft, scheut vor nichts mehr zurück!

Samstag, 31. Januar 2015

Speer-spitz

Unsere Uni nennt sich im Englischen ja einfach ein "Institut".
Im Japanischen Original ist man nicht ganz so zurückhaltend.
SenTan (先端) heißt es da, also in etwa "die Speerspitze" der Forschung und Wissenschaft.

Gut, kann man jetzt als kulturellen Unterschied abtun. Schließlich gibt es noch zwei weitere "Institute" ähnlicher Bauart in Japan, die sich auch "Speerspitze" nennen. Vielleicht sind wir ein Dreizack oder so.

Jetzt hatten wir neulich eine Ausschreibung für einen neuen Slogan. Gewonnen hat irgendwas mit "über seine Grenzen hinauswachsen". Die Japanische Version war natürlich wieder weniger zurückhaltend und sagt jetzt: "hier ist die vorderste Speer-Spitze!". Also kurz: sogar im Dreizack sind wir noch die längste Zacke!

Sollte man also meinen, wir wären ganz vorn mit dabei!



Der Hilfs-Prof zeigt auf Facebook ein neues Video herum: da hat ein Japaner, scheinbar im Alleingang, ein Augmented Reality System gebaut... um mit seiner Lieblings-Animefigur ein Date haben zu können. Das ist doppelt beeindruckend weil: (a) die technische Leistung und (b) setzt der Typ damit sogar in Japan neue Rekorde im Nerd-sein.
Jedenfalls sind alle ganz aus dem Häuschen. Wie hat er das gemacht?! Das ist ja besser als das ganze Zeug auf der letzten Konferenz?!

Das Problem: ich kenne das Video schon. Es ist über drei Jahre alt. Ich habe es damals gesehen als ich neu ins Labor kam. Da wollte ich mir ein Bild davon machen was so der Standard heutzutage ist. Was lässt sich technisch schon machen, ohne riesiges Budget. Ich bin also davon ausgegangen, dass alle sowas machen und unser Labor mit dem ganzen Geld bestimmt noch einen drauf legen kann!
Können wir aber nicht. Und so lassen wir uns ein bisschen von einem drei Jahre alten Video beeindrucken und forschen dann mal weiter, damit wir das auch irgendwann so gut hinbekommen.




Gut, ganz fair ist der Vergleich ja auch nicht. Als Forscher ist unser Fokus ja nicht, ein möglichst schönes Produkt zu haben sonder neue Erkenntnisse zu gewinnen!
Und das tun wir! Mit exakten Messungen und wissenschaftlich soliden Methoden!

Also zumindest reden wir drüber. Dazu haben wir ein wöchentliches Meeting, wo jeder seinen Fortschritt präsentieren muss, und dann gemeinsam die nächsten Schritte diskutiert werden. Also "gemeinsam" ist übertrieben: nachdem die Meetings eher lang sind, halten 90% der Teilnehmer den Rand und versuchen sich anderweitig zu Beschäftigen. Da gehöre ich normalerweise auch dazu, nachdem mir die Sinnlosigkeit mehrfach vorgeführt wurde.

Der Ablauf ist so:

(1): ein Doktorand berichtet, dass er demnächst eine Studie durchführen möchte. Sprich: er will Leute einladen, die an einem Experiment teilnehmen und dann die Ergebnisse auswerten.

(0): bevor ich überhaupt damit anfange jetzt auf Details einzugehen muss ich noch sagen, dass solche Studien meist sowieso fragwürdig sind, weil sie fast ausschließlich Informatik-Studenten rekrutieren. Warum gerade Informatik-Studenten? Naja, die sind billig und wir hatten da gerade nen Haufen 'rumliegen. Also wenn in solchen Studien gefunden wird, dass eine neue neue Methode besser Funktioniert, dann heißt dass: "sie funktioniert besser für abnormal computer-fixierte Männer zwischen  20 und 30 Jahren". Jetzt wissen sie, warum ihr Computer oft so umständlich zu bedienen ist.

(2): jedenfalls: der Doktorand wird auf mehrere Fehler in der Konzeption seiner Studie hingewiesen, die seine Ergebnisse (noch) nutzlos(er) machen würden.

(3): es werden einige Vorschlage diskutiert, wie man das ganze besser machen könnte. Für einen gewissen Mehraufwand, aber auch nicht gerade unmöglich.

(4): einige Monate später präsentiert der Doktorand was er so gemacht hat. Stellt sich heraus: er hat alle Fehler gemacht, auf die vorher hingewiesen wurde.

(5): wir kommen zum Schluss, dass seine Ergebnisse nicht verwendet werden können. Außerdem hat er sich ins Bein geschossen, weil das Ergebnis darauf hindeutet, dass seine neue Methode schlechter ist als das was Großmutter schon gemacht hat. Gottseidank können wir das den groben Fehlern in der Durchführung in die Schuhe schieben. Sonst stünde jetzt eine Existenzkrise auf dem Plan.

(6): der Doktorand versucht zu erklären, warum er keinen der Verbesserungsvorschläge vom letzten Meeting angenommen hat: meist zeitliche oder logistische Probleme. Gefolgt von ...ähh... ja... weiß auch nicht... sorry.

(7): es wird versucht aus den Daten doch noch eine neue Erkenntnis an den Haaren herbeizuziehen, die dann auch noch die neue Methode besser aussehen lässt. Das ganze ist sehr dünn.

(8): es wird ein Paper geschrieben. Das Paper wird angenommen. Alle wundern sich, müssen aber klein beigeben, weil: WENN ES IN EINEM JOURNAL STEHT IST ES WAHR! Zitat vom Professor: "ich bin mit ihrer Arbeit überhaupt nicht einverstanden! Aber ihr Paper wurde angenommen, also kann ich nichts sagen."

(9): Der Doktorand graduiert. Keinen interessiert je wieder was da Geschrieben wurde. Zukünftige Forschung wird sich jedenfalls nicht von davon beeinflusst.


Ich mache mich dann mal wieder an die Arbeit. Bald steht auch bei mir eine Studie auf dem Plan...
Auf zur Spitze der Speerspitze!

Sonntag, 4. Januar 2015

Japanischer Marsch (Teil 3)

 Als ich wieder aufwachte, war ich erstmal verwirrt: wie spät ist es? Denn es war immernoch stockfinster im Zimmer. Wie sich schnell herausstellte waren aber einfach Panele vor die Fenster gehängt worden. (Ich sollte dazu anmerken, dass das meine erste Nacht in einem LoveHotel war, und mir dieser eigentlich sehr gängige Umstand noch nicht bekannt war.)
Ich packte meine Klamotten wieder zusammen.

Im Zimmer gibt es noch einen kleinen Automaten. Hier kann man sich, neben den offensichtlichen ... Utensilien ... auch neue Höschen kaufen. Das Gerücht von den "Automaten für getragene Damenunterwäsche" war damals gerade ganz heiß, und mir fiel spontan ein Freund ein, der sich über solche Kuriositäten sicher freuen würde - auch wenn die Wäsche in diesem Fall frisch war.
Also ziehe ich mir eine Unterhose. Komisch: muss scheinbar gar nicht bezahlen.

Unten in der Lobby fängt mich dann eine Dame ab, verlangt Geld für das Höschen und wundert sich, wo meine Begleitung denn abgeblieben ist. Die ist schon vorher Heim gegangen, sage ich, zahle und gehe.
Die ersten Kilometer gehe ich sicherheitshalber etwas schneller, falls die gute Frau die Polizei rufen sollte...



Anders als am Vortag halte ich mich jetzt nicht mehr an den Fluss Yodogawa, sondern schlage mich Querfeldein durch. Es wird ländlicher, hier im nirgendwo zwischen Osaka und Kyoto. Reisfelder ziehen an mir vorbei, und immer wieder gerate ich in Sackgassen. Dann bin ich aber zu stur um zurück zu gehen und suche mir lieber Trampelpfade oder klettere die Böschung bis zur nächsten Straße hinauf.


Eine dieser Böschungen stellt mich dann vor ein neues Problem: einen Fluss. Nicht der Yodogawa. Ich bin etwas nach Süden abgekommen. Kein Problem: dank Karte ist eine Brücke bald gefunden. Am anderen Flussufer marschiere ich dann weiter nach Norden.


Gegen Abend brauche ich wieder eine Pause und ein Bad. Nach etwas herumfragen finde ich auch wieder ein Badehaus. Anschließend frage ich einen jungen Mann, um meine Position genau bestimmen zu können. Er fragt mich wo ich unterwegs war, und ist ziemlich überrascht, als ich ihm sage, dass ich von Osaka hierher gelaufen bin.
Ich stelle fest, dass ich planmäßig die Innenstadt Kyotos umgangen habe und mich jetzt im Osten befinde. Der Grund war, dass Google Maps für Kyoto gar keine Love Hotels kannte. (Jahre später werde ich herausfinden, dass das eine dreiste Lüge war). Das einzige Hotel weit und breit ist hier in der Gegend.
Ich schau es mir schnell an: statt einem normalen Eingang hat es nur eine Einfahrt. Man fährt also mit dem Auto in eine Garage und kann von dort aus direkt ins Zimmer. Praktisch.
Natürlich gibt es aber auch hier jemanden, der aufpasst und mir gleich erklärt, dass ... jaja, kenn ich schon.

Aber ich habe ja noch einen Plan B:
Ein paar Meter die Straße runter ist eine Bar. Da gehe ich hin. Hole mir ein Bier und setze mich an einen Tisch neben zwei Mädels. Fange ein Gespräch an.
Nach dem üblichen Small-Talk, noch zwei Bierchen und etwas flirten kommt natürlich das Thema, wo ich denn übernachte.
Mein Stichwort! Ich erkläre die Situation, und versuche klar zu machen, dass ich da "etwas Hilfe gebrauchen könnte", zwinker, zwinker.
Ich bin nicht sicher ob sie verstehen, aber sie sind nicht erschrocken. Egal was sie also glauben, es kann eigentlich nur von Vorteil sein.
Wir gehen - zu dritt, denn die andere kommt auch mit. Entweder habe ich also Pech oder sehr sehr viel Glück.
Sie kommen mit durch die Einfahrt in den Innenhof.
Sie kommen mir in bis zur Garage.
Ist das die Möglichkeit? Ein Sekundenbruchteil zögern.
Da ruft von oben der Aufseher herunter, wieviele wir den seien?
"Einer", ruft das eine Mädchen noch bevor ich reagieren kann.
Damit war die Sache gelaufen, Alles diskutieren, überreden und betteln bringt nichts.
Ich bin sauer. Lasse die Mädels mit dem Hotelburschen stehen und stapfe davon.

Wohin weiß ich nicht. Nach einer Dreivieltelstunde Herum-Irren habe ich das Gefühl ziemlich verloren zu sein. Die Häuser haben aufgehört und die verschlungene Straße führt in einen Wald.
Es ist bitter kalt. Oder vielleicht bin ich auch nur müde.
Ich schaue auf der Karte nach wo ich bin. Kyoto habe ich tatsächlich hinter mir gelassen. Hier trennen mich nur noch ein paar Kilometer Wald vom See Biwako.
Ich habe ziemlich genau die Hälfte der Strecke geschafft.

Aber alleine, übermüdet und frierend weiter durch den Wald?
Das ist es mir nicht mehr wert!
Ich gehe zurück, warte am nächsten Bahnhof auf den ersten Zug und fahre Heim...





Epilog:
Wenig überraschend war ich wenig glücklich mit dem Ausgang der Geschichte.
Am nächsten Tag bin ich, nachdem ich bis Nachmittags geschlafen habe, etwas ziellos über den Campus geirrt.
Am Teich machen sie eine Grillparty. Kenne niemanden.
Normalerweise würde ich mich da nicht einmischen, aber ich bin immernoch stinkig. Also gehe ich dreist einfach rüber und frage ob ich mitmachen darf.
Tatsächlich werde ich eingeladen, bekomme ein Bier und einen Pappteller voller Fleisch.
Ein hübsches Mädchen sitzt auf einem Granitklotz, der auch nur genau groß genug ist für eine Person. Ich gehe trotzdem rüber und frage ob sie nicht einen halben Arsch rüber rutschen kann.
Das macht sie.
Ich erzähle ihr, was ich die letzten Tage gemacht habe.
Eine Woche später ist sie meine Freundin.
Was wohl passiert wäre, wenn ich weiter gegangen wäre...

P.S.: Was ich zu dieser Zeit nicht wusste, war dass Grillpartys normalerweise exklusiv von einem Labor ausgerichtet werden. Keine Chance sich da rein zu drängeln. Diese Party war überhaupt die einzige "offene" Party, an der alle Leute von der Uni teilnehmen konnten (Austausch und so). Es sollte keine mehr geben bis ich selbst Jahre später zurück komme und damit anfange wieder welche zu organisieren.

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Japanischer Marsch (Teil 2)

Am nächsten Morgen machte ich mich zeitig auf den Weg. Nach Norden, wo immer ich durch das Gewirr an Straßen durch kam immer nach Norden. Das war zwar nicht die effizienteste Route, aber damals hatten Mobiltelephone noch kein GPS. Und da ich hatte keine Lust immer wieder meine große Karte auszupacken. Also wählte ich einen 2-Stufen-plan für die nächste Etappe:
(a) wenn man immer weiter nach Norden geht, kommt man irgendwann an den Fluss Yodogawa.
(b) wenn man immer weiter dem Yodogawa stromaufwärts folgt, kommt man irgendwann nach Kyoto.
Nachdem ich also einige Stunden durch die Stadt marschiert war erscheint vor mir die grüne Wand: der Deich die tief liegende Innenstadt vor Überschwemmungen schützt. Von oben sehe ich die weitläufige Flusslandschaft. im Grünstreifen zwischen Deich und Fluss reihen sich Baseball-Felder, an Picknick-Plätze, Toilettenhäusel and Bolzplätze. Oben auf dem Deich läuft ein asphaltierter Radweg, an dessen Rand immer wieder Steinplatten mit Kilometer-Zahlen eingelassen sind. Das gefällt mir: da weiß ich recht genau wie schnell ich voran komme.


Also marschiere ich los. Links spielen sie Baseball, rechts hupen die Autos. Links tollen Kinder über den Rasen, rechts übt eine Gruppe Bogenschützen auf einem Hausdach. Ich zähle die Brücken die ich unterquere, genieße die Sonne und den Wind, lerne nebenher ein paar Japanische Wörter ("verlaufen" kann noch sehr hilfreich sein). So vergeht Stunde um Stunde der Tag.


Als es Abend wird ist mir nach einer Pause und einem Bad. Kein Problem, denn ich habe ja das Wort für "Öffentliche Badeanstalt" gelernt. Tatsächlich gibt es in Japan noch reichlich Badehäuser, obwohl mittlerweile die meisten Häuser eigene Bäder haben. Ich lasse mir also von einem Einheimischen den Weg zeigen und gehe erstmal Baden. Das heiße Wasser ist genau das richtige für meine schmerzenden Knie und verspannten Schultern.

Bleibt nur noch ein Problem: wo schlafen? Hotels gibt es hier nicht und selbst wenn: in der Golden Week wären die schon seit Monaten ausgebucht.
Aber ich habe einen Plan: Love-Hotels, eigentlich gedacht für die traute Zweisamkeit von Pärchen, gibt es fast überall und reservieren kann man sie auch nicht.
Ich habe mir vorausschauend extra mehrere Karten ausgedruckt, die ich von Google Maps, Stichwort "LoveHotel", zusammengestellt habe.
Also marschiere ich abseits vom Fluss etwas die Landstraße herunter und finde schließlich das erste Hotel.
Ich betrete den Vorraum und sehe eine Wand mit Abbildungen von Hotel-Zimmern. Eine kleine Dame kommt auf mich zu. Als sie mich sieht, alleine und mit großem Rucksack, bekommt ihr Lächeln sofort einen Hauch unangenehmer Peinlichkeit.

Ich versuche ihr zu erklären, dass ich gerne übernachten würde. (Mein Japanisch zu dieser Zeit war noch reichlich unausreichend).
Sie versucht mir zu erklären, dass das kein "solches" Hotel sei.
Ich versuche ihr zu erklären, dass das schon klar gehe. Ich zahle gerne für ein Doppelzimmer.
Sie versucht mir zu erklären, dass das kein "solches" Hotel sei.
Ich versuche ihr zu erklären, dass ich nicht gerne auf der Straße schlafen möchte.
Sie versucht mir zu erklären, dass das kein "solches" Hotel sei.

So komme ich nicht voran. Also Plan B:
Ich versuche zu erklären, dass meine Freundin später kommt.
Das glaubt sie mir jetzt auch nicht mehr, oder vielleicht versteht sie mich auch nicht.
Ich gebe auf und gehe wieder.
Sie entschuldigt sich nochmals.


Also zum nächsten Hotel. Dieses ist ziemlich ausgefallen, mit ummauerten Hof und Palmen und einem kleinen Wasserfall in der Lobby.  Gehobene Klasse.
Die Rezeption ist auf Kopfhöhe mit Stofftüchern verhängt, so dass man nur über die Theke sehen kann. Direkter Blickkontakt zwischen Personal und Gast ist nicht möglich. Trotzdem kann ich die Tatsache, dass ich allein bin nicht verbergen.
Ich erkundige mich nach den Preisen. Die werden mir erläutert, nebst der Anmerkung dass das alles "2-Personen" Räume seien. Ja, ja, passt schon. Ich probiere die Taktik von vorhin wieder, und täusche sogar ein Handy-Gespräch vor um etwas mehr Glaubwürdigkeit zu erzielen.
Das hätte ich vorher üben sollen. Es ist überraschend schwer so ein Gespräch vorzutäuschen. Ich komme mir so bescheuert vor, dass ich einfach wieder gehe ohne es nochmal zu probieren.



Langsam gehen mir die Optionen aus. Ein Hotel habe ich noch auf der Liste.
Hier gibt es überhaupt keine Rezeption, nur eine Wand mit Bildern der Räume und darunter Knöpfe.
Ich drücke auf einen Kopf, und Leuchtpfeile an der Wand weisen mir den Weg.
Der Raum hat einen kleinen "Windfang", wo man die Schuhe gegen Slipper tauschen kann. Hier gibt es auch eine kleine Durchreiche in der Wand. Wohin die führt sieht man nicht, weil sie zu ist.


Ich nehme sicherheitshalber beide Paare Slipper mit ins Zimmer, und lasse auch keine Schuhe außen stehen. Kaum habe ich meinen Rucksack abgesetzt, klingelt das Telephon. Ein Schwall Japanisch, von dem ich fast kein Wort verstehe lässt die Hoffnung auf eine geruhsame Nacht sinken. Schließlich kapiere ich, dass ich gefragt werde ob ich nur einige Stunden bleibe oder die ganze Nacht. Die ganze Nacht, sage ich. Das beendet das Gespräch. Sollte es doch noch klappen mit dem Bett?
Es klopft an der Tür. Verdammt! Das war's wohl!
Ich trete in den Vorraum.
Die Durchreiche ist jetzt offen, aber sie ist zu klein um mehr zu sehen als ein paar Damenhände.
Mir wird ein Betrag genannt.
Ich zahle.
Die Klappe schließt sich.
Ich gehe zurück ins Zimmer.

...
Dann gehe ich mir den Angstschweiß abduschen und lege mich ins Bett...

Das Fenster rechts erlaubt einen Blick in die Dusche.

Sonntag, 30. November 2014

Japanischer Marsch (Teil 1)

Die Geschichte ist eigentlich schon mehr als 3 Jahre alt.
Warum erzähle ich sie jetzt erst?
Zuerst fühlte ich mich damals nicht besonders wohl damit. Ehrlich gesagt war es mir lange unangenehm darüber zu reden. Irgendwann bekam ich dann etwas mehr Abstand dazu und konnte darüber lachen. Doch dann war's auch schon nicht mehr aktuell...
Aber irgendwann muss ich's dann doch erzählen. Und weil gerade sonst nichts passiert...

1.: Hintergrund
Ich war gerade erst ein, zwei Monate zum ersten mal in Japan. Dementsprechend lausig war meine Kenntnis von allem. Dementsprechend groß war meine Faszination über selbst die kleinsten Alltäglichkeiten. Alles was man am Straßenrand sehen konnte war interessant: diese kleinen Mini-Autos, die öffentlichen Parks, die in Kanäle gezähmten Flüsse...
Ich verbrachte meine Freizeit vor allem mit "Erkunden". Das heißt: ich ging einfach los und sah dann weiter wo ich wieder heraus kommen würde. Diese Touren wurden logischerweise immer länger und verrückter.

Dann stand plötzlich die "Golden Week" vor mir: ein 5-Tage-Wochenende. Was tut man mit so viel Freizeit?

Wenn man sich die Landkarte von Japan anschaut, fällt einem auf, dass das Land eher lang als breit ist. An manchen Stellen sogar ziemlich schmal. Und hier ist die vielleicht schmalste Stelle: von Osaka bis zur Küste an der anderen Seite sind es nur grob 100km.
Kurz Nachgerechnet... ja, kann ich in den 5 Tagen locker schaffen...

2.: Abmarsch
Ich beende die Arbeit im Labor etwas früher, gehe Heim und packe meinen großen Rucksack. Klamotten für 5 Tage, Handtücher, Regenschutz, Karte, Campinggeschirr, Kompass, Skizzenbuch, Kamera, ...
Irgendetwas bringt mich dazu sogar dazu meine Lederhose einzupacken. Heute weiß ich nicht mehr genau warum, nur dass das Ding reichlich schwer war.
Ich gehe zur Bus-Station und fahre nach Osaka, zum Hafen.


Es ist gar nicht zu einfach ans Meer zu kommen. Erstens weil durch die vielen Kanäle und vorgelagerten künstlichen Inseln die grenze zwischen Land und Meer verschwimmt, und zweitens weil jeder Meter der Küstenlinie von einem Schifffahrt-Konzern belegt ist. Die Mauern sind wohl zum Teil gegen Sturmfluten ausgelegt und mehrere Meter hoch. Die schweren Stahltoren die darin hängen ebenfalls. Doch dann finde ich ein Tor das offen steht, und beschließe einfach "dummer Tourist" zu spielen. Niemand da. Ich hoffe inständig, dass das Tor noch offen ist wenn ich zurück komme...
Ich klettere am Pier auf eine schwimmende Plattform an der ein kleines Boot angelegt hat, kraxle bis zum Wasser herab und schöpfe mir etwas mit meiner Kaffee-Tasse. Die brühe wird zur "Taufe" ins Gesicht gespritzt und ein Photo gemacht. Damit hat das Abenteuer begonnen!

Gott sei dank ist das Tor noch offen als ich zurück komme. So entkomme ich unbemerkt und marschiere in die Nacht.



3.: Die erste Nacht
Osaka ist schon eher eine große Stadt. Man kann das nicht so richtig wertschätzen wenn man mit dem Zug durch rast. Doch wenn man mal versucht von einem Stadtteil in den nächsten zu laufen (was auf der Karte nach einem kurzen Abendspaziergang aussieht) wird einem klar: "von Schwabing bis Sendling" ist ein Witz dagegen. Oder vielleicht bin ich auch nur müde...

Ich marschiere durch Häuserschluchten und wundere mich über eine seltsam verbogene Halle die ich passiere. Jahre später sollte ich wieder hierher kommen und feststellen, dass es der berühmte Kyocera-Dome ist, das Nummer-1 Baseball-Stadion in Osaka. Doch in dieser Nacht sehe ich nur grauen Asphalt-Dschungel, menschenleere Beton-Klötze und Industrieanlagen.


Irgendwann wird es dann heller als ich das Neon-Erleuchtete Stadt-Zentrum erreiche. America-Mura, mit seiner hippen, alternativen Party-Szene ist mein erstes Etappenziel. Nach etwas suchen und fragen finde ich was ich suche: ein Capsule Hotel. Ich habe sogar reserviert, obwohl das normalerweise unnötig ist weil sich Capsule-Hotels an Angestellte richten die spontan oder fahrlässig den letzten Zug verpassen. Ich checke ein, nehme ein Bad, mache noch ein paar Photos und lege mich dann Schlafen.
Das erste kleine Stück von etwa 6km ist schonmal geschafft...